Organische Ursachen für eine erektile Dysfunktion

Bei organischen Ursachen für eine Erektionsstörung liegen die Gründe meist auf körperlicher Ebene. Krankheiten oder organische Beschwerden können für eine erektile Dysfunktion verantwortlich sein. Im Gegensatz den psychischen Ursachen sind organische Ursachen oft schlimmer, da einige davon schwer zu behandeln sind. Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen 4 Arten von organischen Ursachen einer Erektionsstörung.

Organische Ursachen – vaskulär

Im Falle einer vaskulären Ursache, liegen Störungen innerhalb der Gefäße vor. Hier können sich Ablagerungen bilden, die den Blutfluss beeinträchtigen. Es gelangt demnach nicht mehr genügend Blut in den Penis. Dies führt zu einer schwachen Erektion. Die Erektion kann aber auch komplett ausbleiben. Die häufigste vaskuläre Ursache ist jedoch ein sogenanntes venöses Leck. Ungefährt 25% bis zu 78% aller Ursachen einer erektilen Dysfunktion können an einem venösen Leck liegen. In der Regel werden Durchblutungsstörungen schnell erkannt und sind auch als Auslöser für eine erektile Dysfunktion bekannt. Von einem venösen Leck hat noch nicht jeder etwas gehört und bleibt daher oft unerkannt.

Das Blut kann zu schnell aus dem Glied abfließen. Dies führt zu einer Erektionsstörung. Im Inneren des Penis gibt es etliche Venen. Das besondere an diesen ist, dass sich die Größe nach dem Blutfluss richtet. Das bedeutet, dass wenn weniger Blut fließt, die Venen kleiner werden. Diese halten dann das Blut innerhalb des Schwellkörpers. Diese Flexibilität ist wichtig und unerlässlich für eine Erektion. Bei einem venösen Leck funktioniert das allerdings nicht mehr korrekt. Die Venen bleiben starr und sind unflexibel. Das Blut kann deshalb ganz einfach wieder herausfließen und wird nicht ausreichend gehalten.

Doch wie bekommt man so ein venöses Leck? Vor allem bei Patienten mit einer Erkrankung wie Bluthochdruck oder Diabetes tritt dies häufig auf. Diese Krankheiten schädigen die emppfindlichen Arterien im Schwellkörper des Penis. Folglich füllen sich diese nur noch unzureichend. Ein Blutstau ist nunmal der wesentliche Grund, warum eine Erektion überhaupt funktioniert. Deshalb muss das Blut ja auch zurückgehalten werden, damit dies nicht einfach so wieder abfließt. Doch um herauszufinden, wie man dieses Leck findest und diagnostiziert muss man sich ärtzlicher Hilfe bedienen.

Mittels einer Ultraschalluntersuchung oder über eine Injizierung von Kontrastmitteln kann das Leck ausfindig gemacht werden. Diese Ursache zu untersuchen kann helfen, festzustellen wo die genaue Störung im Schwellkörper ist. Danach kann eine genaue Therapie bestimmt werden. Natürlich gibt es auch noch andere Durchblutungsstörungen. Eine Arterienverkalkung ist beispielsweise ebenfalls eine häufige Ursache einer erektilen Dysfunktion. Egal welche Durchblutungsstörung, keine davon ist schön und alle sind Verursacher für Impotenz.

Die Behandlung ist natürlich dann die nächste Sache. Denn auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, ein venöses Leck zu behandeln. Einmal geht das mit Medikamenten. Falls die Einnahme von Medikamenten jedoch ungeeignet ist, dann wird das venöse Leck durch eine Katheterbehandlung mit einem sogenannten Gewebesklerosierungsmittel wieder verschlossen. Die betroffenen Venen werden durch eine Operation verschlossen. Dies geschieht, indem ein Katheter über die Penisvene eingeführt wird. Dieser abmulant durchgeführt Eingriff ist für viele Ärzte Routine. Meist müssen Patienten nicht länger als einen Tag im Krankenhaus verbringen. Es kann nach dieser Operation aber passieren, dass es zu Schwellungen am Penis kommt. Diese halten für ein paar Stunden an, aber verschwinden genauso schnell wie sie gekommen sind. Eine einmalige Operation garantiert jedoch nicht, dass das venöse Leck für immer behandelt wurde. Man sollte sich dennoch regelmäßig von einem Facharzt wie dem Urologen untersuchen lassen.

Organische Ursachen – neurogen

Bei neurogenen Ursachen liegt eine schädigung des ZNS vor. Das Zentrale Nervensystem kommuniziert nicht mehr korrekt mit dem Penis und es kommt zu keinem Informationsaustausch zwischen Gehirn und Penis. Dies kann verschiedene Ursachen haben. Bei Schädigungen des Rückenmarks kann es zum Beispiel zu einem kompletten Erektionsausfall kommen. Bei Querschnittslähmungen ist dann natürlich nicht nur das Glied betroffen, sondern alle Bereiche unterhalb einer bestimmten Zone. Auch bei Multiple Sklerose ist die Signalübertragung des Gehirns gestört. Hier kommen notwenige Signale und Impulse nicht mehr da an wo sie sollen.

Organische Ursachen – endokrin

Endokrine Störungen gehören auch zu den organischen Ursachen für eine erektile Dysfunktion. Für eine endokrine Störung der Erektionsfähigkeit ist vor allem ein niedriger Testosteronspiegel verantwortlich. Ein niedriger Testosteronspiegel kommt zustande, wenn das Hormon Testosteron nicht mehr ausreichend gebildet oder freigesetzt wird. Testosteron ist das männliche Geschlechtshormon und sollte jedem Mann ein Begriff sein. Das Hormon ist genau für alles verantwortlich, weshalb du dich einen Mann nennen darfst. Es ist nichr nur für den Penis, den Hodensack, die Spermaproduktion oder die Erektion verantwortlich. Auch der ausgeprägtere Bartwuchs und die tiefe Stimme sind das Ergebnis eines normalen Testosteronhaushalts. Doch wenn von diesem Hormon wenig ankommt oder weniger produziert wird, dann kann es dazu führen, dass die Erektionsfähigkeit eingeschränkt ist.

Organische Ursachen – kavernös

Von einer kavernösen Ursache spricht man, wenn eine Verletzung am Schwellkörper vorliegt. Bei einer Verletzung des Schwellkörpers kann es auch vorkommen, dass eine Erektion komplett ausbleibt oder nicht mehr so recht funktioniert. bei einer Verletzung des Schwellkörpers sollte natürlich umgehend ein Arzt heran gezogen werden. Im Falle eines Membranbruchs muss dieser sogar operiert werden. Aber egal ob Erektionsstörung oder nicht, eine Verletzung des Schwellkörpers muss ohnehin behandelt werden.