Fachwissen und menschliche Wärme

Pflege

In unserem Krankenhaus ist das Qualitätsmanagement (QZ) ein fester Bestandteil der Klinikkultur: Bereits im Jahr 2000 haben wir mit der Einführung eines umfassenden QZ-Systems begonnen. Seit 2003 ist die Schreiber Klinik nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert.

Für die Pflege bedeutet das: Aus unseren täglichen Aufgaben heraus entwickeln wir neue Konzepte, um unsere Leistung immer weiter zu optimieren. In Zusammenarbeit mit allen Fachbereichen des Hauses werden daraus Projekte abgeleitet, die wir engagiert verfolgen und umsetzen.

Wundmanagement (chronische Wunden)

Die Behandlung von chronischen Wunden (Wundmanagement) erfordert ein langfristiges und individuell auf den Patienten abgestimmtes Versorgungskonzept. Dafür ist grundlegendes Wissen über das Entstehen und Auftreten, aber auch über die Therapie von Wunden notwendig.

Das Ziel des Wundmanagements ist es, die Wunde nachhaltig zu schließen, Schmerzen zu lindern und dem Patienten Lebensqualität zurückzugeben. Dieses Anliegen umfasst:

  • Moderne evidencebasierte phasengerechte Wundversorgung
  • Vermeidung von Rezidivbildung
  • Schmerzlinderung
  • Förderung der Lebensqualität
  • Selbstpflegekompetenz, gesundheitsbezogenes Selbstmanagement
  • Ernährungsberatung und Bewegungsförderung

Sturzmanagement (Vermeidung von Stürzen)

Vor allem bei älteren Menschen wirkt sich ein Sturz oft nicht nur körperlich aus – zusätzlich befeuert er die Angst, erneut zu fallen. Daraus entwickeln sich häufig Vermeidungsstrategien, durch die sich die Personen selbst in ihrem Bewegungsverhalten einschränken. Dies wiederum fördert körperliche Beschwerden und erhöht die Sturzgefahr.

Das Ziel des Sturzmanagements ist es, diesen Kreislauf zu durchbrechen und Stürzen vorzubeugen (Sturzprophylaxe). Dazu zählen:

  • Sturzrisiken bei den Patienten zu erkennen und zu minimieren
  • Verletzungen vorzubeugen
  • Sturzfolgen zu vermeiden
  • Abbau von Sturzrisiken und Ängsten

Dekubitusprophylaxe (Vermeidung von Druckgeschwüren)

Bei der Entstehung eines Druckgeschwürs (Dekubitus) spielen vor allem der Auflagedruck, die Druckdauer und die Empfindlichkeit der Haut eine wesentliche Rolle. Daher treten diese Geschwüre hauptsächlich bei bettlägerigen Patienten auf („wundliegen“). Durch die Unterbindung bzw. Einschränkung der Blut- und Sauerstoffversorgung entstehen Gewebeschäden, schlimmstenfalls stirbt das Gewebe ab.

Die Ziele der Dekubitusprophylaxe (Vermeidung von Druckgeschwüren) sind:

  • Intakthaltung der Haut
  • Gewährleistung der physiologische Durchblutung der Haut
  • Abheilung eines bereits bestehenden Druckgeschwüres

Für das Jahr 2016 sind weitere Qualitätsmanagementprojekte in der Pflege geplant: Schmerzmanagement / Schmerzmanagement in der Pflege bei akutem Schmerz sowie Entlassungs- bzw. Überleitungsmanagement.