Rekonstruktion von Funktion und Form

Wiederherstellungs-Chirurgie

In der Fachabteilung für Plastische und Wiederherstellungschirurgie werden erworbene und angeborene Defekte mit hoher Expertise operativ rekonstruiert, damit Funktion und Aussehen wieder gegeben sind.

Nasenkorrekturen und funktionelle Verbesserungen

Ist die Nase in ihrer Funktion beeinträchtigt, prüfen wir zunächst in der Voruntersuchung, was genau die Nasenatmung behindert. So lassen sich nicht-physische Gründe wie Allergien ausschließen.

Meist ist bei einer behinderten Nasenatmung die Nasenscheidewand verbogen. Dann wird gemessen, wie stark diese Abweichung ist und in welchem Ausmaß sie die Nasenlöcher verkleinert. Darüber hinaus können Verengungen der Nasenklappe und Vergrößerungen der Nasenmuscheln Beschwerden verursachen.

Ist eine Behinderung der Nasenatmung nachweisbar, übernimmt die Krankenkasse üblicherweise die Kosten für eine Operation. Liegt zusätzlich eine Nasennebenhöhlenerkrankung vor, lässt sich diese durch einen minimal-invasiven Eingriff (Schlüssellochchirurgie) gleich mitbeheben.


Defektdeckung

Nach der Entfernung von Tumoren, bei Verbrennungen oder chronischen Geschwüren kann eine Wunde (Defekt) – je nach Größe – durch eine Hauttransplantation oder eine lokale Lappenplastik geschlossen werden.

Bei der Hauttransplantation wird körpereigene Haut entnommen (meist hinter dem Ohr oder am Hals), über die Wunde gelegt und vernäht. Diese Methode eignet sich vor allem für größere Wunden.

Bei tieferen Defekten kommt oft eine lokale Lappenplastik zum Einsatz. Dabei wird die umliegende Haut und Unterhaut durch spezielle Schnitt- und Nahttechniken verschoben und vernäht, sodass die Wunde geschlossen wird. Der Vorteil der lokalen Lappenplastik: Zum Schließen der Wunde wird der gleiche Hauttyp verwendet. Deshalb ist das Ergebnis optisch sehr ansprechend und die operierte Stelle fällt kaum auf.

Narbenkorrekturen

Narbenkorrekturen durch eine Operation werden in der Regel dann durchgeführt, wenn Narbengewebe im Wundbereich zu wuchern beginnt und/ oder funktionelle Beeinträchtigungen mit der Narbenbildung einhergehen.

Eine funktionelle Beeinträchtigung liegt vor, wenn beispielsweise infolge einer Verbrennung eine zusammengezogene Narbe (Kontraktur) entstanden ist. Noch schwieriger wird es, wenn die Kontraktur zusätzlich Sehnen oder Gelenke in ihrer Funktion einschränkt. Dann ist es notwendig, das Narbengewebe operativ zu entfernen und die Wunde per Lappenplastik oder Hauttransplantation zu schließen.

Prinzipiell ist eine Narbenkorrektur erst möglich, nachdem die Wunde vollständig verheilt ist. Bei wucherndem Narbengewebe ist dies ein Problem – weil eben die Narbenbildung noch nicht abgeschlossen ist. Es besteht die Gefahr, dass die Wucherungen nach dem Eingriff wiederkehren. Um dies zu vermeiden, werden in der Schreiber Klinik wuchernde Narben – zusätzlich zur Operation – mit Injektionen behandelt und der Heilungsprozess gegebenenfalls durch eine Strahlen- oder Kompressionsbehandlung unterstützt.