Minimal-invasive Eingriffe im Bauchraum

Viszeralchirurgie

Die Fachabteilung für Viszeralchirurgie der Schreiber Klinik hat sich insbesondere auf Operationen an der Schilddrüse spezialisiert. Die große Erfahrung unserer Chirurgen und eine besondere, hochwertige Ausrüstung ermöglichen Eingriffe mit größter Präzision und Sicherheit. Ein weiterer Fokus liegt auf Eingriffen an der Gallenblase. 

Operationen an der Schilddrüse

Die Ursachen für eine Erkrankung der Schilddrüse können eine Mangelversorgung sein, aber auch Entzündungen und Autoimmunkrankheiten. Viele dieser Funktionsstörungen lassen sich mit Medikamenten gut behandeln. In seltenen Fällen ist eine Operation notwendig, um die Schilddrüse zu entfernen.

Indikationen zur Operation sind:

  • Wachstum von Schilddrüsenknoten (insbesondere szintigraphisch „kalte“ Knoten)
  • Verschiebung der Luftröhre
  • Druckgefühl im Hals durch Größenwachstum der Schilddrüse
  • Schilddrüsenkrebs
  • Wachstum der Schilddrüse ( wenn die Schilddrüsenvergrößerung mit bloßem Auge sichtbar ist)
  • Autoimmunerkrankungen (z.B. Morbus Basedow)


Eine Schilddrüsenoperation wird in Vollnarkose durchgeführt und dauert etwa 1,5 (einseitig) bzw. 2 Stunden (beidseitig). Durch einen kragenförmigen Schnitt quer am Hals wird die Schilddrüse freigelegt. Stets achten wir darauf, dass nur so viel Schilddrüsengewebe wie nötig entfernt wird und die gesunde Schilddrüsenhälfte unversehrt bleibt. Schon während des Eingriffs erfolgt eine Schnellschnittuntersuchung des entnommenen kranken Gewebes. So wissen wir nach kurzer Zeit, ob der Befund gut- oder bösartig war.

Damit die Operation so präzise wie möglich verläuft, führen wir sie unter optischer Vergrößerung durch (Lupenmikroskopie). Den Stimmbandnerv kontrollieren wir währenddessen per Neuromonitoring, um ihn vor Verletzungen zu schützen. Aufgrund unserer schonenden Operationstechnik können die meisten Patienten die Schreiber Klinik schon nach 2 Tagen wieder verlassen.

Entfernung der Gallenblase

Die Hauptursache für Gallensteine ist häufiges zu fetthaltiges Essen. Dadurch wird die Gallenflüssigkeit mit Cholesterin übersättigt, und es bilden sich kleine Cholesterinsteine. Bei einem anderen Typ kristallisieren Salze aus der Gallenflüssigkeit heraus. Stets jedoch gilt: Gallensteine können die Wand der Gallenblase schädigen und zu Entzündungen führen.

Klagt ein Patient mit Gallensteinen über kolikartige Beschwerden im rechten Oberbauch, ist eine Entfernung der gesamten Gallenblase ratsam. So lassen sich weitere Steine und Folgeerkrankungen vermeiden. Weil die Gallenblase lediglich eine Speicherfunktion hat, kann der Körper problemlos auf sie verzichten.

Die Operation erfolgt minimal-invasiv in Schlüssellochtechnik. Durch 4 kleinste Hautschnitte wird ein Laparoskop (spezielles optisches Instrument für präzise Operationen in der Bauchhöhle) eingeführt und die Gallenblase entnommen. Dieser Eingriff ist besonders schonend. Der Patient kann das Krankenhaus meist nach 2 Tagen wieder verlassen, und die winzigen Narben sind nach wenigen Wochen nahezu unsichtbar.

Ohne Gallenblase geht das Leben ganz normal weiter. Einschränkungen oder eine spezielle Diät sind nicht erforderlich – eine ausgewogene, fettarme Ernährung jedoch empfehlenswert.