Maßarbeit nicht nur im Notfall

Unfallchirurgie

Im Mittelpunkt der Unfallchirurgie der Schreiber Klinik steht die operative Versorgung von Knochenbrüchen, verletzten Sehnen und Bändern. Kleinere Verletzungen werden ambulant versorgt,  bei größeren erfolgt eine stationäre Aufnahme in unsere Klinik. Eine Behandlung in der Unfallchirurgie ist 24 Stunden am Tag sichergestellt.

Aufgrund unserer D-Arzt-Zulassung können berufsgenossenschaftliche Arbeitsunfälle jederzeit in unserer Klinik als Arbeitsunfälle aufgenommen und versorgt werden.  Die Nachbehandlung findet innerhalb der D-Arzt-Sprechstunden statt.


Behandlung von Knochenbrüchen durch Operationen

Bei einem Knochenbruch (Fraktur) handelt es sich um eine Unterbrechung der Struktur eines Knochens, bei der zwei oder mehr Bruchstücke gebildet werden. Knochenbrüche entstehen in der Regel durch Stürze oder Schlageinwirkung, etwa beim Sport oder durch einen Unfall. Bei Patienten mit Knochenschwund (Osteoporose) können Knochen bereits bei geringer Krafteinwirkung brechen. Kompliziert wird eine Fraktur, wenn angrenzende Gelenke beteiligt oder Haut- und Weichteilgewebe über dem Knochen verletzt wurden. Für die Behandlung stehen konservative und operative Verfahren zur Verfügung.

Konservative Behandlung
Eine konservative Behandlung erfolgt mit Hilfe von Gips, Schiene oder Schlinge für mehrere Wochen. Der Vorteil: Es sind weder Narkose noch Operation erforderlich. Da die Knochenstücke durch indirekten Kontakt heilen müssen, bildet der Knochen eine Narbe aus (sekundäre Knochenbruchheilung).

Operative Behandlung
Die operative Behandlung einer Fraktur bedeutet die Ruhigstellung des Knochens mit Hilfe von Schrauben, Platten, Drähten oder Nägeln (Osteosynthese). Dieser Eingriff wird in der Regel in Vollnarkose durchgeführt. Dabei richten wir uns nach den Empfehlungen der AO / AO-ASIF (Arbeitsgemeinschaft Osteosynthese – Association for the Study of Internal Fixation).
Verwendet werden – von der Oberschenkel- bis zur Großzehen- und vor allem bei Gelenkfrakturen – modernste Titan- oder Stahlimplantate. So lassen sich die Knochenstücke optimal zusammenfügen.

Oft ist nach einer Osteosynthese kein stützender Verband mehr erforderlich und die Patienten können Arme, Finger oder Beine rasch wieder nutzen. Der Krankenhausaufenthalt dauert meist nur wenige Tage, Wundkontrollen und Verbandwechsel im Anschluss finden ambulant statt. Die Weiterbehandlung erfolgt durch ambulante Physiotherapie oder in einem Rehabilitationszentrum.

Nach 1 bis 2 Jahren können die meisten Implantate entfernt werden, Drähte oder Stellschrauben bereits nach 6 Wochen.


Arbeitsunfälle (Durchgangsarztverfahren der BG)

Das Durchgangsarztverfahren der Berufsgenossenschaft (BG) regelt die Behandlung von Arbeitsunfällen – also von Unfällen, die in der Arbeit bzw. auf dem Weg von oder zur Arbeit, Schule, Universität etc. passiert sind (Wegeunfall).

Weil dann nicht die Krankenkasse, sondern die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten trägt, dürfen Sie sich nach einem Arbeits- oder Wegeunfall nur an Ärzte wenden, die für dieses Verfahren zugelassen sind. Chefarzt Prof. Dr. Brauer hat diese Zulassung als Durchgangsarzt (D-Arzt) für die Behandlung von Arbeitsunfällen.

In der Schreiber Klinik erhalten Sie sowohl eine fachärztliche Erstversorgung als auch einen Durchgangsarztbericht für Ihre Unfallversicherung. Bei Bedarf nehmen wir Sie stationär auf. Ebenso behandeln wir Wiedererkrankungen nach Arbeitsunfällen und Patienten mit Verdacht auf eine Berufskrankheit.

Handchirurgie

Zusätzlich zur allgemeinen Unfallchirurgie verfügen die Chirurgen die Schreiberklinik über die Zusatzbezeichnung Handchirurgie. Aufgrund der geringen Größe der Strukturen in der Hand und der engen Lagebeziehung von Knochen, Muskeln, Nerven, Sehnen und Gefäßen zueinander, ist die Spezialisierung für Eingriffe an der Hand erforderlich.

Wir bieten unter anderem an:

  • Versorgung von Frakturen an den Finger und der Mittelhand mit Klein- und Minifragmentosteosynthesen)
  • Versorgung von Steck- und Beugesehnenverletzungen
  • Karpaltunnelspaltungen
  • Dupuytren´sche Kontraktur (selektive Entfernung der Palmaraponeurose)