Schmerzlinderung hat viele Facetten

Spezielle Schmerzmedizin

Logo Nevro Corp.
Abb. 1 Nevro Senza SCS System
Abb. 1 Nevro Senza SCS System
Abb. 2 Einsatz eines Nevro Senza SCS Systems
Abb. 2 Einsatz eines Nevro Senza SCS Systems

Spezielle Schmerzmedizin / Rückenmarkstimulation

 

Rückenmarkstimulation an der Schreiber Klinik

Die Rückenmarkstimulation (engl. Spinal Cord Stimulation, abgekürzt: SCS) mit S3 Leitlinie, ist in Deutschland eine schon seit etwa 40 Jahren etablierte Therapie bei chronischen Rückenschmerzen. Seit März 2013 wird sie in der Schreiber Klinik im Bereich der Speziellen Schmerzmedizin von Dr. Richard Ibrahim angeboten. Er wendet dabei die sogenannte HF10™-Therapie an, eine Weiterentwicklung der herkömmlichen, niederfrequenten Rückenmarkstimulation. Der Name HF10™ kommt von den hochfrequenten Impulsen mit 10 kHz.

Rückenmarkstimulation durch hochfrequente Therapie

Spezielle Elektroden geben dabei hochfrequente elektrische Impulse an das Rückenmark ab, die den Schmerz lindern. Während herkömmliche, niederfrequente Methoden der Rückenmarkstimulation den Schmerz durch ein Kribbelgefühl (Parästhesie) ersetzen, schaltet die HF10 ™-Therapie den Schmerz einfach ab – ohne Kribbeln.
Für die Platzierung der Elektroden in der Nähe des Rückenmarks ist ein minimal-invasiver Eingriff erforderlich. Die Elektroden sind mit einem kompakten, akkubetriebenen und wiederaufladbaren Pulsgenerator verbunden (Abb. 2), der ebenfalls dauerhaft implantiert wird – aber erst nach einer erfolgreich verlaufenen Testphase. Beide Eingriffe werden von Dr. Ibrahim in Vollnarkose durchgeführt.

Vorteile der hochfrequenten Rückenmarkstimulation

Die HF10 ™-Therapie unterbricht die Übertragung abnormaler Schmerzsignale, ohne beim Patienten ein stetes Kribbelgefühl hervorzurufen. Studien und die klinische Erfahrung zeigen die hohe Wirksamkeit. Selbst schwerwiegende chronische Schmerzen (z. B. Rückenschmerzen), die auf die herkömmliche, niederfrequente Rückenmarkstimulation nicht angesprochen haben, lassen sich damit behandeln.

Der Wegfall des Kribbelns ist für sich allein schon ein Vorteil. Im Alltag sorgt dies zusätzlich für geringere Einschränkungen für die Patienten: unter der HF10 ™-Therapie ist ihnen beispielsweise das Autofahren erlaubt. Darüber hinaus leiden die Patienten nicht unter Missempfindungen durch deutlich spürbare, elektrische Impulse, wie sie bei der niederfrequenten Therapie beispielsweise beim Bewegen auftreten können.

Der Umgang mit dem System ist einfach: Es wird lediglich immer wieder im Rahmen der Sprechstunde bei Dr. Ibrahim überprüft – einzig der Akku des Pulsgenerators ist regelmäßig zu laden, was von außen im Sitzen, bspw. beim Fernsehen erledigt werden kann. Bei der herkömmlichen Rückenmarkstimulation muss hingegen permanent die Impulsstärke manuell an die jeweilige Aktivität (liegen, sitzen, laufen, …) angepasst und nachjustiert werden.

Elektroden und Pulsgenerator, die Dr. Ibrahim für die HF10 ™-Therapie anwendet,
stammt von der Firma Nevro und nennt sich Senza®-System (Abb. 1). Die Schreiber Klinik kooperiert eng mit diesem Unternehmen, das sich auf die Bereitstellung innovativer Produkte spezialisiert hat, die dazu beitragen, die Lebensqualität von Patienten mit chronischen Schmerzen zu verbessern.