Wirkungsvoll und besonders schonend

Orthopädie

Wir möchten Ihnen ein möglichst breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten anbieten. Deshalb gibt es in der Schreiber Klinik außer unserer eigenen Fachabteilung für Orthopädie (Leitung: Chefarzt Prof. Dr. med. Robert Brauer) eine orthopädische Belegabteilung, in der niedergelassene Ärzte ihre Patienten operieren können.

Operationen am Rücken

Wirbelsäulenerkrankungen und die damit häufig verbundenen Rückenschmerzen zählen zu den modernen Volkskrankheiten.

Größere Operationen wie Versteifungen oder das Einsetzen moderner Bandscheibenprothesen sind jedoch in den seltensten Fällen notwendig – die meisten Eingriffe lassen sich minimal-invasiv (Schlüssellochchirurgie) durchführen. Dieses Verfahren bietet sich sowohl bei akuten, verletzungsbedingten als auch bei chronisch-degenerativen (verschleissbedingten) Beschwerden an.

Die minimal-invasive Wirbelsäulentherapie eignet sich für

  • Bandscheibenvorwölbungen und Bandscheibenvorfälle
  • Arthrose der kleinen Wirbelgelenke (Facettensyndrom)
  • Spinalkanalstenose oder Claudicatio spinalis
  • Osteoporotische Frakturen (Brüche) der Wirbelsäule

Operationen an der Schulter

Arthroskopische Eingriffe an der Schulter

Die Ursache von Schulterschmerzen sind in der Regel berufs- oder sportbedingte Überlastungen. Diese können sich in einer einfachen Schleimbeutelentzündung zeigen, sich aber auch durch eine reibungsbedingte Schädigung der Sehnenplatte bis hin zum Abriss der gelenkführenden Muskelsehnen bemerkbar machen.

Moderne Verfahren wie die Arthroskopie (Gelenkspiegelung) ermöglichen es, Verletzungen und Veränderungen des Schultergelenks mit Hilfe feiner Instrumente durch kleinste Einschnitte hindurch zu operieren. Mit dieser Schlüssellochchirurgie lassen sich chronische Überlastungsentzündungen bis hin zum Sehnenabriss der Schultermuskulatur schonend und effektiv behandeln.

Wir bieten folgende spezielle Schulterarthroskopien an

  • Arthroskopische Erweiterungsplastik des Schulterdachs (Dekompression)
  • Arthroskopische Rotatorenmanschettenrekonstruktion
  • Arthroskopische Stabilisation nach Schulterluxation
  • Behandlung der Kalkschulter (Tendinosis calcarea)
  • Minimal-invasiv offene Rekonstruktion größerer Rotatorenmanschettenläsionen
  • Minimal-invasive Behandlung von Oberarmkopfbrüchen
  • Arthroskopische Stabilisierung von Schultereckgelenkssprengungen

 

Ersatz des Schultergelenks (Schulterendoprothetik)

Bei einer Schultergelenksarthrose wird der Schultergelenkknorpel zerstört – es kommt zu arthrotischen Beschwerden mit starkem Bewegungsschmerz bis hin zu Knochen-Knochen-Reiben. Je nach Befund reicht es eventuell aus, den Gelenkkopf lediglich mit einer Kappe zu überkronen. Es kann aber auch der Ersatz einer Hemiprothese oder die Implantation von Schulterpfanne und Schaft notwendig sein, falls beide Gelenkanteile ausgeprägt arthrotisch verändert sind.

Die meisten Defektarthropathien dagegen werden durch Schäden an mehreren Sehnen in der tiefen Schultermuskulatur verursacht. Das bedeutet: Der Oberarmkopf ist nicht mehr in der Schulterpfanne zentrierbar, wandert nach oben und stößt gegen das Schulterdach. In diesen Fällen wird eine inverse Schulterprothese implantiert, die durch ihren Formschluss das Gelenk stabilisiert und die Funktion der Schulter wiederherstellt.

Die Schwerpunkte der Schulterendoprothetik in der Schreiber Klinik liegen bei

  • Schultergelenksarthrose
  • Defektarthropathie
  • Folgezustände nach Infektionen
  • Folgezustände nach Oberarmkopfbrüchen mit Kopfnekrose

 

 

Operationen am Ellenbogen

Häufige Gründe für Probleme mit dem Ellenbogen sind Sehnenerkrankungen (Tennis-/ Golfer-Ellenbogen), Sehnenverletzungen (Abriss der distalen Bizeps- oder der Trizepssehne) sowie Arthrose, Gelenkinstabilitäten, Knochenbrüche und Nervenkompressionssyndrome.

Auch andere Beschwerden lassen sich – nachdem die konservative Therapie ausgereizt ist – durch arthroskopische Verfahren minimal-invasiv behandeln

  • Knorpelschäden
  • Gelenksteife
  • Plica-Syndrom
  • Freie Gelenkskörper


Offene Verfahren eigenen sich für

  • Bandplastiken zur Gelenkstabilisierung
  • Versorgung von Knochenbrüchen
  • Dekompression von Nerven
  • Gelenk-/ Teilgelenkersatz
  • Refixation von Sehnen

Operationen an der Hüfte

Gelenkersatz (Hüft-Endoprothetik)

Wir verwenden zementfreie Hüftprothesen (Pfanne und Schaft) bei jüngeren Patienten mit guter Knochenqualität.  Bei etwas älteren Patienten bevorzugen wir die sogenannten Hybridprothesen bei denen der Schaft zementiert ist und die Pfanne  nicht zementiert (Pressfit) ist.   Eine Hüftprothese hält etwa 15- 20 Jahre. Danach ist eine Wechselprothese erforderlich.

Indikationen für ein künstliches Hüftgelenk:

  • Arthrose (Gelenkabnutzung)
  • Hüftkopfnekrose (Knochenauflösung des Hüftkopfes)
  • Hüftkopffrakturen
  • Schenkelhalsfrakturen

Arthroskopie

Bei einigen Verletzungen des Hüftgelenkes ist eine minimal-invasive Behandlung möglich. Spezialinstrumente  werden, ohne die Muskulatur zu durchtrennen, über 2 bis 3 kleine Hautschnitte eingeführt.  Durch winzige Zangen und Fräsen und Verwendung einer Spezialkamera können Verletzungen und Erkrankungendes Hüftgelenkes nicht nur untersucht, sondern auch behandelt werden.

Typische Krankheitsbilder, die wir mit minimal-invasiver Hüftarthroskopie behandeln, sind:

  • Hüftimpingement (ein Missverhältnis zwischen Hüftgelenkspfanne und
  • Hüftkopf mit Schenkelhals führt zu einer schmerzhaften
  • Bewegungseinschränkung)
  • Läsionen der Gelenklippe
  • Freie Gelenkkörper
  • Coxa saltans interna („schnappende Hüfte“)

Operationen am Knie

Arthroskopische Eingriffe am Knie (Kniegelenkspiegelung)

Bei länger an dauernden Beschwerden am Kniegelenk oder nach komplizierten Verletzungen wird häufig in Ergänzung zum konventionellen Röntgenaufnahme ein MRT (Kernspinn) des Kniegelenkes durchgeführt. Die meisten Verletzungen des Kniegelenkes können inzwischen minimal-invasiv durch eine Gelenkspiegelung behandelt werden.  Dazu stehen uns eine Vielzahl von kleinen Präzisionsinstrumenten einschließlich elektrischer Shaver zur Verfügung.  Eine Gelenkspiegelung kann in den meisten Fällen sogar ambulant durchgeführt werden.

Indikationen für eine Arthroskopie:

  • Meniskusriß Innen- oder Außenmeniskus)
  • Kreuzbandriß (Ruptur des vorderen Kreuzbandes)
  • Knorpelabnutzung
  • Chondropathia patellae
  • Patellaspitzensyndrom


Kniegelenkersatz (Knie-Endoprothetik)

Bei vollständiger Abnutzung des Knorpels des Kniegelenkes kommt in vielen Fällen nur noch die Verwendung von künstlichen Kniegelenken in Frage. In den meisten Fällen in jedoch der Knorpel sowohl der Innen- als auch der Außenseite des Kniegelenkes zerstört, so dass ein kompletter Oberflächenersatz des Kniegelenkes durchgeführt wird. 

Dabei wird nur der zerstörte Knorpel mit oberflächlichen Anteilen des Knochens entfernt.  Die passende Prothese wird sowohl am Computer, als auch am Kniegelenk geplant und ausgesucht.  Achskorrekturen können häufig auch bei der Knieprothesenoperation mit durchgeführt werden. Die Anpassung ist vergleichbar mit der Wahl eines Schuhes im Schuhgeschäft.

Es kommen zementfreie, zementierte und titan beschichtete Prothesen zum Einsatz. Wir verwenden nur Prothesen namhafter Hersteller. Diese Operationen sind etwas umfangreicher, wenn das hintere Kreuzband nicht mehr intakt ist oder die Seitenbänder nicht mehr stabil sind.  Kniegelenkprothesen halten etwa 15 Jahre - danach sind Wechseloperationen erforderlich, die wir auch durchführen.

Umstellungsoperationen

Bei großen Achsfehlstellungen z.B. X-Beinen oder O-Beinen kann es zu einer einseitigen Abnutzung der Oberflächen der Kniegelenke kommen.  Durch rechtzeitig durchgeführte Achskorrekturen kann die Fehlstellung ausgeglichen werden und wieder eine korrekte Belastung der Kniegelenke erfolgen.  Eine einseitige Abnutzung und möglicherweise eine frühzeitige Arthrose kann somit vermieden werden.

Operationen am Fuß

Die häufigsten Beschwerden verursachen Fehlstellungen des Vorfußes und der Zehen. Auch das Tragen zu hochhackiger Schuhe, das Schwinden von Muskelkräften und zunehmendes Alter können die Mechanik des Fußes schmerzhaft beeinträchtigen.

Das Ziel der Fußchirurgie ist es, die schmerzfreie Funktionalität des Fußes wiederherzustellen.

In der Schreiber Klinik behandeln wir vor allem

  • Hallux valgus (Ballenleiden)
  • Hallux rigidus (Steifigkeit des Großzehengrundgelenks)
  • Krallenzeh
  • Spreizfuß
  • Fersensporn
  • Haglundferse

Operationen an der Hand

Mit Hilfe der Handchirurgie soll die Beweglichkeit der Hände – und damit ein großes Stück Unabhängigkeit für den Patienten – erhalten bzw. wiederhergestellt werden. Dabei setzen wir in der Schreiber Klinik weitestgehend auf schonende minimal-invasive Verfahren.

Unser Leistungsspektrum umfasst alle Erkrankungen und Verletzungen der Hand sowie angeborene Fehlbildungen

  • Karpaltunnel-Syndrom
  • Sulcus-Nervus-Ulnaris-Syndrom
  • Schnellender Finger
  • Dupuytrensche Kontraktur
  • Rhizarthrose
  • Ganglien
  • Verletzungen an den Fingern
  • Verletzungen am Handgelenk
  • Angeborene Fehlbildungen

Behandlung von Osteoporose

Die Osteoporose (Knochenschwund) ist eine verbreitete Alterserkrankung, bei der das Knochengerüst für Brüche anfälliger wird. Hervorgerufen wird sie beispielsweise durch Veränderungen des Bewegungsverhaltens, der Ernährung und des Hormonsystems. Erste Alarmzeichen sind zunehmende Schmerzen des gesamten Skeletts sowie Knochenbrüche der Hüfte und Wirbelsäule schon bei kleinsten Stürzen.

Bitte vereinbaren Sie in solchen Fällen rasch einen Termin bei uns. Bei der Untersuchung in der Schreiber Klinik messen wir mittels geringster Röntgenstrahlung die Knochendichte der Lendenwirbelsäule und der Hüftschenkelhälse. So können wir das Stadium einer Osteoporose exakt feststellen und die optimale Therapie planen.